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Schimmel im Schlafzimmer: Ursachen, Probleme und Tipps

Bei Schimmelpilzen im Schlafzimmer ist Vorsicht angesagt. Denn Schimmelpilze sind in der Mikrobiologie eine systematisch heterogene Gruppe von filamentösen Pilzen, die in der Mehrzahl zu den taxonomischen Gruppen der Ascomyceten und Zygomyceten gehören.

Die große Mehrzahl an Schimmelpilzen lebt für den Menschen unauffällig als Saprobiont in bestimmten ökologischen Nischen. Einige Schimmelpilzarten haben für den Menschen besondere Bedeutung als Human-Parasiten und Erreger von Infektionskrankheiten sowie als Ursache meldepflichtiger Pflanzenkrankheiten und von Schimmelpilzgiften in verdorbenen Lebensmitteln. Schimmelpilze sind aber auch Nahrungsmittel-Veredler sowie biologische Quelle für Antibiotika und cholesterinsenkende Medikamente.


Schimmel in Bett und Schlafzimmer, was nun?


Schimmel im Schlafzimmer und besonders im Bett ist aufgrund der individuellen Schlafgewohnheiten und den räumlichen Gegebenheiten immer wieder ein lästiges Thema. Ist das Schlafzimmer erst einmal befallen, so atmet man die Schimmelpilzsporen gerade während des Schlafens zunehmend ein. Da wir im Schnitt 24 Jahre unsere Lebens mit Schlafen verbringen und uns täglich im Bett und somit im Schlafzimmer befinden, sollte man vorhandenen Schimmel umgehend entfernen. Denn aufgrund seiner speziellen Nutzung ist das Schlafzimmer ein besonders gefährdeter Wohnraum. Kühle Temperaturen und Feuchtigkeit ist die perfekte Grundlage für den Wachstum von Schimmel.


Warum entsteht Schimmel im Schlafzimmer?


Kühle Temperaturen, kein Heizen, die meisten Menschen bevorzugen kühlere Temperaturen für einen angenehmen Schlaf. Die Wohlfühltemperaturen beim Schlafen liegen in etwa bei 16-18 °C. Das Schlafzimmer wird selten oder auch gar nicht beheizt. Bei kühler Raumluft kann Feuchtigkeit schlechter aufgenommen werden als bei warmer Raumluft. An kalten und feuchten Wänden setzt sich deshalb auch Feuchtigkeit schnell ab. So kann der Schimmel im Schlafzimmer besonders gut ausbreiten.


Oft stehen Schlafzimmermöbel zu nah an Außenwänden
Oft befinden sich im Schlafzimmer größere Möbelstücke wie etwa ein Kleiderschrank oder das Bett. Diese stehen meistens zu eng an den Außenwänden und die Luft kann nicht zirkulieren. Die Außenwände sind in der Regel kälter als Innenwände.


Die Matratze wird zu schnell zugedeckt:
Da wir nachts schwitzen, geben wir an unsere Bettwaren und besonders an die Matratze Feuchtigkeit ab. Machen wir das Bett direkt nach dem Aufstehen, kann die im Schlaf entstandene Feuchtigkeit nicht mehr optimal aus Matratze und Bettwaren entweichen.


Offene Türen im Schlafzimmer
In Schlafräumen werden oft die Türen aufgelassen und es wird auf das beheizen verzichtet. Oft werden Schlafräume durch das beheizen übrigriger Räume und offenen Türen vorgenommen. Die warme Luft aus den anderen Räumen gelangt in das kühle Schlafzimmer und es setzt sich vermehrt Feuchtigkeit an den Wänden ab.


Atmung und Feuchtigkeit durch Schwitzen
Im Schlaf atmen wir natürlich auch Feuchtigkeit aus und schwitzen vermehrt. Auch das Trocknen von nasser bis feuchter Wäsche im Schlafzimmer kann die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen.


Baumängel, Mauerwerk, Fenster & Türen
Sogar bauliche Mängel können dafür sorgen, dass mehr kalte Luft und Feuchtigkeit ins die Schlafräume gelangt.


Tipps bei Schimmel im Schlafzimmer


Das Schimmel gesundheitsgefährdend ist und Allergien auslösen kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Liegt ein Schimmelbefall vor, werden durch diesen Befall also auch Schimmelsporen an die Raumluft abgegeben. Die in der Raumluft befindlichen Sporen werden im Schlaf eingeatmet und können Symptome wie beispielsweise Atemprobleme, Asthma oder sogar eine Schimmelpilzallergie auslösen. Man sollte also unbedingt darauf achten, wofür man sein Schlafzimmer nutzt. Man verbringt durchschnittlich bis zu 8 Stunden im Schlafzimmer. In diesem Zeitraum werden also auch permanent vorhandene Schimmelsporen eingeatmet.


Hat man einen Schimmelbefall entdeckt, sollte man sich umgehend um die Entfernung bemühen. Man sollte KEINEN Schimmelentferner und KEINE Anti-Schimmel-Farbe verwenden, da von diesen nach dem Einsatz häufig auch giftige Stoffe ausgehen. Denn auch diese atmet man im Schlaf vermehrt ein. Zur Entfernung bieten sich einfache Hausmittel an, die keine giftigen Stoffe enthalten. Gute Hausmittel gegen Schimmel sind zum Beispiel Spiritus oder Alkohol. Auf unproblmatischen Untergründen kann auch Essig verwendet werden. Tragen Sie einen Mundschutz, um das Einatmen von gelösten Schimmelsporen zu vermeiden. Allergische Hautreaktionen und direkter Hautkontakt können durch das Tragen von Gummihandschuhen vermieden werden. Eine Schutzbrille verhindert eventuell auftretende Augenreizungen. Benutzte Gegenstände wir Schwämme, Bürsten oder Lappen sollten nach der Behandlung unbedingt entsorgt werden. Dies gilt für kleine, befallene Stellen. Ist ein großflächiger Befall bereits vorhanden, sollte man unbedingt einen Profi für die fachmännische Entfernung beauftragen.


Um Schimmelbildung in Schlafräumen zu entgehen, bieten sich einfache und gut durchfahre Maßnahmen an:


✓ Die Stoßlüftung bei weit geöffnetem Fenster und das mehrfach am Tag für ca. 5-10 Minuten ist optimal.


✓ Ein auf Dauer gekipptes Fenster ist nicht zu empfehlen, da sonst nur die Bereiche um das Fenster selbst abkühlen und ein Luftaustausch so gut wie nicht gegeben ist.


✓ Lüften Sie also am besten nachts und früh morgens.


✓ Schlafräume in unregelmäßigen Abständen und nach dem Lüften ruhig mal beheizen, damit die warme Raumluft die Feuchtigkeit auch aufnehmen kann.


✓ Die Heizkörper sollten nicht durch Möbelstücke, Gardinen oder andere Objekte verdeckt werden.


✓ Vorhandenes Kondenswasser an Fenstern und den Fensterrahmen sollte unbedingt regelmäßig entfernt werden.


✓ Bei Möbelstücken die an Außenwänden stehen unbedingt einen Abstand von 10-15 cm einhalten, damit eine bessere Luftzirkulation stattfindet.


✓ Bettwaren und Matratzen sollten regelmäßig ausgelüft werden und das Bett sollte NICHT direkt nach dem Aufstehen gemacht werden.


✓ In der kälteren Jahreszeit Türen geschlossen halten, damit die warme Luft nicht in den kühleren Schlafraum eindringt.


✓ Baumängel z.B. am Mauerwerk, an den Fenstern und Außentüren sollten rechtzeitig erkannt und beseitigt werden.


✓ Mit einem Luftfeuchtigkeitsmesser (Hygrometer) kann die Feuchtigkeit in der Raumluft überprüft werden.

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